Ich empfehle das PDF Nikko Walks der »JNTO. Meine »Karte bei Google Maps zum Ausdrucken mit Route.

Nikko

Ein altes japanisches Sprichwort sagt: “Sag nicht kekko (schön), bevor Du Nikko gesehen hast.” Nikko ist ein beliebtes Ausflugziel und hat außer vielen berühmten Tempeln auch eine atemberaubende Landschaft zu bieten. Nikkos Geschichte beginnt im 8.Jahrhundert, als der Buddhistische Mönch Shodo dort eine Einsiedelei gründete. Nach Tokugawa Ieyasus Tod wurde der einstige Herrscher in sein Mausoleum nach Nikko überführt. 1634 begann sein Enkel die Arbeit an dem Schrein, den man heute sehen kann. Im Gegensatz zum Minimalismus, der sonst so häufig in japanischen Arbeiten zutage tritt, ist der Schrein über und über verziert. Eintrittskarten Nach dem einfachen Prinzip “drei zum Preis von einem” kauft man am besten ein isha-ichijikotsu-baikan-ken Ticket für 900¥, mit dem man in den Tosho-gu, den Futarasan-jinja und den Rinno-ji kann. Wer auch die Schlafende Katze im Tosho-gu sehen will, muß weitere 430¥ zahlen.

Anreise

Von Asakusa in Tokyo fährt die Tobu-Nikko-Line für 1 320¥ nach Nikko. Die Fahrt dauert 2 Stunden und 10 Minuten, ab 6:20 Uhr fahren stündlich Züge bis 16:30 Uhr.

Sehenswürdigkeiten

Vom Bahnhof aus läuft man etwa 15 Minuten talaufwärts durch den Ort voller Ryokans, Lokale und Souvenirläden.

Shinkyo Brücke

Der Legende nach wurde der Mönch Shodo (735-817) von zwei Schlangen über den Fluß gebracht. Die heutige Brücke ist eine Rekonstruktion von 1907. Die Straße führt zum Chuzenji-See, man geht aber geradeaus weiter durch den Zedernwald. Der Wald wurde 1625 angelegt und von seinen 200 000 Japan-Zedern (Kryptomerien) sind noch rund 13 000 erhalten.

Rinno-ji

Als erstes kommt man zum Rinno-ji. Er wurde 848 von der Tendai Sekte durch den Mönch Shodo gegründet. Die Sanbutsu-do (Halle der drei Buddhas) hat große goldlackierte Bilder von denen das beeindruckendste der senju, der 1000 armige Kannon ist. Das zentrale Bild ist das des Amida Nyorai, der vom pferdeköpfigen Bato flankiert wird. In der Homutsu-den (Schatzhalle) befindet sich eine große Sammlung von Tempelschätzen, doch der Eintritt dafür ist nicht im Ticket enthalten. Der Shoyo-Garten des Tempels ist um einen Teich angelegt und sehenswert. Die Steinbrücke in ihm wurde aus einem Felsblock hergestellt. Auf die Tempelanlage folgt der 13m hohe Bronzepfeiler Sorinto, der ein Symbol für den Weltfrieden ist. In ihm sind 10 000 buddhistische Schriften eingeschlossen.

Tosho-gu

Ein fast 9 m hohes torii aus Stein markiert den Eingang zum Tosho-gu. In der Feudalzeit durften nur Samurai, Daimyo und die Shogune hindurch. Dahinter liegt der Tosho-gu Schrein. Links steht eine hölzerne Pagode aus dem Jahr 1650, die 1818 rekonstruiert wurde. Nach dem Omotemon Tor mit seinen wilden Deva-Königen steht man vor den Sanjinko (die heiligen drei Steinhäuser). Auf dem oberen Stockwerk des letzen Hauses sind Bilder von Elefanten, wobei sicher ist, daß der Künstler nie lebende Elefanten zu Gesicht bekam. Auf der linken Seite des Eingangs ist der Shinkyusha (heiliger Stall), ein einfaches Gebäude, das ein geschnitztes weißes Pferd in sich hat. Die einzige Verzierung sind Allegorien des Lebens, dargestellt mit Affen. Hier finden sich die drei berühmten Affen, die nichts Böses hören, nicht nachahmen und nicht verbreiten. Nach dem Stall kommt ein granitener Wasserquell, an dem sich die Tempelbesucher rituell reinigen können. Es folgt die heilige Bibliothek mit 7 000 buddhistischen Schriftrollen (der Öffentlichkeit nicht zugänglich). Nach dem nächsten torii steht man im mittleren Hof mit Glocken- und Trommelturm. Die Bronzelaterne wurde von Holland gestiftet und zeigt das Tokugawa-Wappen verkehrt herum. Dann steht man vor dem Schaustück der Anlage, dem Yomei-mon (Sonnenlicht-Tor), das mit Verzierungen überladen ist. Links geht es zum Yakushi-do Tempel, in dessen Honji-do der “weinende Drache” an die Decke gemalt ist. Klatscht man in die Hände, rasselt die Decke mit dem Drachen. Hinter dem Yomei-mon kommt man zur Nemuri-neko, muß aber den extra-Eintritt zahlen. Das Sakashita-mon Tor öffnet einen Pfad, der durch die Zedern zu Ieyasus Grab führt. Auf der linken Seite ist das Jinyosha, wo Mikoshi (tragbare Schreine) gelagert werden. Man kann noch die Honden (Haupthalle) und Haiden (Anbetungshalle) sehen.

Drei Affen
Die drei Affen die nichts böses hören, sagen und sehen.

Futara-san-jinja

Dieser Schrein ist dem Berg Nantai, seiner Gefährtin Nyotai und ihrem Nachwuchs Taro geweiht. Es ist im Prinzip eine Wiederholung des Tosho-gu im kleineren Maßstab. Das Eingangstor heißt otorii. Im Shin’yo-sha befinden sich die drei Mikoshi die beim Yaoi-Fest benutzt werden. Der Koyamaki ist ein sehr alter Baum, der angeblich in der Heian Zeit gepflazt wurde. Damit wäre er heute über 1 000 Jahre alt. Die Anbetungshalle Hai-den ist für Nikko untypisch schlicht und ungeschmückt.

Futara-san-jinja
Futara-san-jinja.

Taiyuin-byo Schrein

In diesem Schrein ruht Ieyasus Großenkel Iemitsu (1604-51). Der Schrein ist zwar kleiner und nicht so extravagant, aber ästhetisch den großen Schreinen ebenbürtig. Er besitzt vieles, was auch in den großen Schreinen zu sehen ist. Der Eintritt ist im Ticket enthalten.

Kegon Wasserfall

Mit dem Bus kann man zum Chuzenji-See fahren und sich den berühmten Kegon Wasserfall ansehen. Man kann auch das Seeufer entlang wandern. Schöne Wanderungen sind auch vom Yuno-See zum Chuzenji-See entlang des Hochmoors oder die Bergtour auf den Nantai-san (3,5 Stunden nur Aufstieg), die bei gutem Wetter mit einer Rundumsicht belohnt wird. Am Gipfel hat es weiter einen Krater und einen Schrein.