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Shibuya, Harajuku & Aoyama

In Shibuya, Harajuku und Aoyama tummeln sich die jungen Leute Tokyos. Es ist ein gutes Viertel um Mode einzukaufen, zu bummeln und das Lebensgefühl der Jugend mitzubekommen. Aber es gibt auch Kultur: In Harajuku kann man den berühmten Meiji-Schrein sehen.

Shibuya

Shibuya ist ein stark an Jugendlichen orientiertes Viertel. Es gibt viele Geschäfte, Sehenswürdigkeiten sind dünner gesät. Abends kommen viele Teenager hierher, um sich zu amüsieren. Die Geschichte von Hachiko

Am besten verläßt man den Bahnhof durch den Ausgang 8. Nun steht man beim Hachiko, der eine nette Geschichte hat: In den 1920ern lebte ein Professor in der Gegend, der einen Akita-Hund hielt. Jeden Tag brachte der Hund seinen Herrn zum Bahnhof und holte ihn abends ab. Nach dem Tod des Professors 1925 kam Hachiko noch 11 Jahre lang zum Bahnhof, um ihn abzuholen. Diese Treue wurde ihm mit der Statue honoriert. Es ist heute ein beliebter Treffpunkt.

Zur Bunkamura

Gegenüber der Statue zweigen Straßen in alle Richtungen ab. Der Fußgängerübergang ist einer der lebhaftesten auf der Welt. Man geht auf der Bunkamura-dori in Richtung Bunkamura. Dabei kann man das 109 und viele kleine Geschäfte sehen. Das 109 ist ein ganzer Häuserblock voll kleinerer Läden. Man kommt auch am Tamakyu, einer Izakaya vorbei. Dieses Holzgebäude wich nicht, als die Bauunternehmer die Gegend aufkauften. Am Ende der Straße ist das Tokyu Bunkamura, das kulturelle Dorf mit Konzerthallen, Kinos und Buchläden. Nun lohnt sich ein Abstecher nach Süden, zur Dogen-zaka. Dabei kommt man auf einen kleinen Hügel, auf dem viele Love-Hotels stehen (Dogenzaka 2-chome). Zurück bei der Bunkamura geht man in Nordöstlicher Richtung in die Gassen. Hier gibt es neben den kleinen Läden auch ein paar große, wie z.B. das Tokyu Hands (ein do-it-yourself Geschäft der Extraklasse. 8 Stockwerke lassen Heimwerkerherzen höher schlagen), die Parco Gebäude, Marui, Seibu, Disney, Seed, Loft und Wave. Es empfiehlt sich die Koen-dori nach Norden weiterzugehen. Man kommt in die Nähe des Tepco Electric Museum, am NHK Rundfunkzentrum vorbei zum Yoyogi-Park.

Tepco Electric Energy Museum

Auch wenn dieses Museum aus 7 Stockwerken Werbung für Tokyo Electric besteht, ein Besuch lohnt sich. Alles wird sehr dynamisch präsentiert und es gibt eine solche Vielfalt von Exponaten, daß man der Firma keine Vorwürfe machen kann. Außer Mittwochs ist es täglich von 10:30 bis 18:30 Uhr geöffnet und kostet dabei keinen Eintritt.

Harajuku & Aoyama

Diese beiden Stadtviertel sind etwas ruhiger und doch wird auch hier einiges geboten. Der Meiji-jingu Schrein ist immer noch einer der schönsten in Tokyo, die Cafés und Boutiquen erinnern an Paris, und in den Bistro-Gassen von Aoyama findet man die beste Internationale Küche. Und der Bahnhof von Harajuku aus dem Jahr 1924 kann seinen englischen Einfluß nicht leugnen.

Yoyogi Park

Im inneren liegt der Meiji-Schrein. Am Wochenende kommen besonders viele Jugendliche hierher. Die Durchgangsstraße von Shibuya nach Harajuku, ist jeden Sonntag Nachmittag gesperrt, denn hier präsentieren unzählige Bands von Psychedelic bis Punk ihr Können.

Meiji-jingu Schrein

Der Schrein ist nach Kaiser Meiji und seine Kaiserin Shoken, unter denen das Land sich dem Westen öffnete, benannt. Er wurde 1920 zu ihrem Andenken gebaut und leider im zweiten Weltkrieg zerstört. Aber anders als so oft wurde er komplett authentisch rekonstruiert. Der Schrein ist aus japanischen Zypressen, die Zypressen für den großen Torii kommen aus Alishan in Taiwan. Der Garten ist an Wochentagen meist völlig einsam und im Juni wenn die Irise blühen besonders schön. Er ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (16 Uhr von November bis Februar). Der Eintritt beträgt 300¥. Das Schatzmuseum des Schreins ist eher etwas für die, die sehr am Leben des kaiserlichen Paares interessiert sind. Es ist täglich (außer 3. Fr im Monat) von 9 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 500¥.

Ota Memorial Art Museum

Dieses Museum gleich am Bahnhof hat eine ausgezeichnete Sammlung von Ukiyo-e Drucken und bietet eine gute Gelegenheit um Werke Japanischer Meister (inkl. Hiroshige) zu sehen. Es ist täglich von 10:30 bis 17:30 Uhr geöffnet (meist vom 25ten bis Monatsende geschlossen). Der Eintritt beträgt 800¥.

Omotesando

Diese Straße charakterisiert Harajuku. Sie führt nach Aoyama hinüber und wird auch die Champs Elysée von Tokyo gennant. Die Straße ist nicht nur für shoppende Teenager interessant, an ihr liegt auch der Oriental Bazar, in dem man viele Japan-Souveniers finden kann. Im Kaufhaus Kiddyland gibt es haufenweise Spielzeug (5 Stockwerke), so dass auch ein Erwachsener schwach werden kann.

Takeshita-dori

Takeshita-dori

In der Takeshita-dori, parallel nördlich der Omotesando ist das Paradies der Teenager. Hier gibt es Mode zu erschwinglichen Preisen, Secondhand-Läden, aber auch ein Spezialgeschäft für Hobby-Schlagersängerinnen, das Aidoru Wonderland. Die Lust der japanischen Teenager am Konsum ist ungehemmt und beeindruckend.

Aoyama

Geht man die Omotesando bis zur U-Bahn Omotesando, so ist man im Zentrum Aoyamas. Ein Stückchen nach Süden ist die Kotto- bzw. Antiiku-dori, mit ihren Antiquitätengeschäften, nach Osten kommt man auch zum Nezu Museum, das sich auf ostasiatische Kunst spezialisiert hat.