Tokyo

In Tokyo gibt es sehr viel zu sehen. Ich empfehle das PDF Tokyo Walks der »JNTO. Meine »Karte bei Google Maps.

Burg

Der Palast selbst ist nur am 2. Januar (Neujahr) und am 23. Dezember (Geburtstag des Kaiser) für die Öffentlichkeit zugänglich, aber man kann den Garten und die Außengebäude sehen. Von dort hat man auch die klassische Ansicht der Niju-bashi Brücke mit dem Palast. Der heutige Palast wurde 1968 fertiggestellt und ersetzte die Reste des im zweiten Weltkrieg zerstörten Palastes von 1888. Früher lag hier die Burg von Edo, welche die größte Burg auf der ganzen Welt war und von der bis auf einige massive Mauern und Gräben nichts erhalten ist. Der Garten liegt im Herzen der alten Burg. Er ist von 9 bis 16 Uhr offen (bis 15 Uhr Eintritt möglich) und Montags und Freitags geschlossen. Eintritt frei.

Burggraben
Burggraben in der Nähe des Ote-mon Tors.

Im Ninomaru Garten stehen die charakteristischen Bäume der 47 Präfekturen Japans. Hier steht auch das Teehaus Suwa-no-chaya aus dem 19. Jahrhundert. Jenseits des Teegartens ist eine Gruppe von Bäumen, an deren Stelle 1701 der Fürst Asano von Fürst Kira Kozukennosuke derart provoziert wurde, dass er sein Schwert zog und weil dies am Hof des Shogun verboten war noch am selben Tag Selbstmord begehen mußte. 47 Samurai hielten ihm jedoch die Treue und rächten seinen Tod. Am Ende mußten jedoch auch sie Selbstmord begehen, obwohl das Volk auf ihrer Seite war. Ihr Grab liegt in Asakusa. Weiter steht hier der Fujimi-yagura Turm von 1659, der nach dem großen Brand wieder aufgebaut wurde.

Im Innern des Sakurada-mon im Süden wurde 1860 der Minister Ii Naosuke in einem Versuch das Shogunat zu stürzen ermordet.

Ueno

Ueno ist nicht trendy oder modern. Es ist ein Stadtteil, der zum Teil seinen alten Charme behalten hat. Hier finden sich noch eine Menge älterer Gebäude, einige von Japans wichtigsten Museen und der Park von Ueno, einer der beliebtesten Orte für hanami, das Betrachten der Kirschblüten im Frühling.

Shitemachi History Museum

Südlich vom Park gelegen, zeigt es, wie das Leben früher in Tokyo war. Das Geschäft eines Händlers, ein Süßwarenladen, ein Kesselmacher und ein Wohnhaus sind zu besichtigen. Schuhe ausziehen nicht vergessen. Im Obergeschoß finden sich viele Gegenstände des täglichen Lebens eines Durchschnittsbürgers von Shitamachi. Viele davon kann man in die Hand nehmen und näher betrachten. Täglich außer Mo 9:30-16 Uhr, Eintritt 200¥.

Shitamachi Museum
Shitamachi Museum: So sitzt man als Ticketverkäufer im Badehaus.

Ueno koen

Ueno koen ist der erste öffentliche Park, den Tokyo bekam. 1868 siegte hier die Imperiale Armee gegen etwa zweitausend Tokugawa Loyalisten, die das Shogunat beibehalten wollten. 1873 wurde der Park eingeweiht. Rundgang durch den Park: Die Statue von Saigo Takamori, einem Samurai, der seinen Hund ausführt, ist etwas ungewöhnlich. Sie ist beim südlichen Eingang des Parks und ein beliebter Treffpunkt. Saigo Takamori war für die Meiji-Restauration, ein Held und endete sein Leben durch rituellen Selbstmord gegen die Restauration, nachdem diese die Rechte der militärischen Klasse abgeschafft hatte.

Benten Schrein

Ganz in der Nähe des Museums ist dieser Benten Schrein. Er liegt auf einer Insel im Shinobazu-Teich. Der Schrein ist Ausgangspunkt für die Pilgerroute zu den sieben Glücksgöttern. Nach Norden kommt man durch die Kirschblütenallee und kann durch die roten Torii den Hanazono-Inari-Schrein und den dahinterliegenden Gojo-Tenjin-Schrein besuchen.

Akihabara

Akihabara ist ein Mekka der Gamer und Otakus. Vom Bahnhof mit dem gleichen Namen aus in Richtung Ueno findet sich alles was deren Herz begehrt.

Elektronikgeschäfte wie Laox mit einer großen Auswahl sind etwas auf dem Rückzug. Sie dominierten früher das Viertel. Über Akihabara wird der Markt getestet, d.h. hier bekommt man Geräte bevor sie im ganzen Land verkauft werden. Ich sah zum Beispiel einen portablen DVD-Player zum normalen Verkauf dort und ein halbes Jahr später wurden solche Geräte bei der ILA in Berlin als Neuheit vorgestellt.

Geschäfte für Comics und verwandte Produkte haben sich in den letzten Jahren weiter vermehrt. Es gibt auch gesonderte Ketten nur für Comics die Fans zeichnen (Doujinshi) wie Tora no ana.

Seit ein paar Jahren blühen auch Maid-Cafes und Butler-Cafes auf. Dort bekommt man Getränke und Snacks von jungen Damen in kompletter Maid-Montur mit Schürze und vielen Rüschen serviert. Frau bekommt das gleiche, allerdings im Butler-Cafe. Anrüchig ist das Ganze übrigens nicht. Mehr als ein paar einfache Spiele am Tisch sollte sich niemand erwarten.

Gamers in Akihabara
Gamers in Akihabara. Diese Filiale hat 8 Stockwerke mit Neuerscheinungen, CDs, DVDs, Spielen, Comics, Character goods, Bausätzen und Trading Cards.

Asakusa und Kappabashi

Asakusa hat sich seinen Downtown-Charakter erhalten, und das macht den besonderen Reiz dieses Viertels aus. Hier gibt es noch traditionelle Handwerker und Gasthäuser, die sich seit der Edo-Zeit nicht verändert haben. Besonders bedeutend ist der Senso-ji Tempel, der das Zentrum bildet. Vor dem zweiten Weltkrieg war Asakusa ein Vergnügungsviertel, doch davon sieht man nichts mehr. Am besten beginnt man bei der U-Bahn Asakusa und folgt der Nakamise-dori.

Diese Straße führt zum Senso-ji und ist voll von kleinen Geschäften. Hier bekommt man von Souvenirs bis zu echten Handwerksarbeiten alles. Es gibt einen Laden, der Perücken passend zu Kimonos verkauft. Die senbei-Kekse, die man hier kaufen kann, sollte man versuchen. Weiter findet man washi (jap. Papier), Kimonos, Happi-Coats (Matsuri-Festkleidung), traditionelle Messer und Scheren, Schuhe und Sandalen, Puppen und traditionelles Spielzeug.

Sumida-Park

Geht man von der U-Bahn Asakusa noch ein Stückchen nach Osten, so kommt man an den Sumidagawa. Ein schmaler Park erstreckt sich nach Norden. Von hier aus sieht man am gegenüberliegenden Ufer das Hochhaus der Brauerei Asahi. Es ist einem Bierglas nachempfunden und auf dem Dach daneben ist ein Kunstwerk in Form eines Tropfens.

Asahi Brauerei
Asahi Brauerei Hochhaus. Daneben die Asahi Super Dry Hall mit dem Tropfen auf dem Dach.

Vom Bahnhof des Tobu Kaufhauses kann man am einfachsten nach Nikko fahren.

Kappabashi-dori

Wenn man die Kokusai-dori überquert, findet man sich in einem Gebiet mit vielen kleinen Tempeln wieder. Man sollte aber rechtzeitig zur Kappabashi-dori weitergehen, wo man in 200 Geschäften Restaurant-Zubehör (inkl. der Wachsmodelle in den Schaufenstern) kaufen kann. Beim Niimi Building (von einem großen Kopf eines Kochs gekrönt) wendet man sich wieder Richtung U-Bahn Asakusa und kann die vielen Läden mit shintoistischem und buddhistischem Bedarf ansehen.

Shibuya, Harajuku und Aoyama

In Shibuya, Harajuku und Aoyama tummeln sich die jungen Leute Tokyos. Es ist ein gutes Viertel um Mode einzukaufen, zu bummeln und das Lebensgefühl der Jugend mitzubekommen. Aber es gibt auch Kultur: In Harajuku kann man den berühmten Meiji-Schrein sehen.

Hachiko

In Shibuya verläßt man den Bahnhof durch den Ausgang 8. Nun steht man beim Hachiko, der eine nette Geschichte hat: In den 1920ern lebte ein Professor in der Gegend, der einen Akita-Hund hielt. Jeden Tag brachte der Hund seinen Herrn zum Bahnhof und holte ihn abends ab. Nach dem Tod des Professors 1925 kam Hachiko noch 11 Jahre lang zum Bahnhof, um ihn abzuholen. Diese Treue wurde ihm mit der Statue honoriert. Es ist heute ein beliebter Treffpunkt.

Shibuya 109

Das 109 ist ein ganzer Häuserblock voll kleinerer Läden. Alles Boutiquen für Frauen. Es lohnt sich auch als Mann einmal ein bisschen zu sehen was es da alles gibt.

Takeshita-dori

In der Takeshita-dori in Harajuku, parallel nördlich der Omotesando ist das Paradies der Teenager. Hier gibt es Mode zu erschwinglichen Preisen, Secondhand-Läden, aber auch ein Spezialgeschäft für Hobby-Schlagersängerinnen, das Aidoru Wonderland. Die Lust der japanischen Teenager am Konsum ist ungehemmt und beeindruckend.

Takeshita-dori
Trendiges Geschäft in der Takeshita-dori. Der weiße Anzug rechts kostet ca. 50 Euro.

Yoyogi Park

Im inneren liegt der Meiji-Schrein. Am Wochenende kommen besonders viele Jugendliche hierher. Die Durchgangsstraße von Shibuya nach Harajuku, ist jeden Sonntag Nachmittag gesperrt, denn hier präsentieren unzählige Bands von Psychedelic bis Punk ihr Können.

Shinjuku

Wer schon immer mal einfach und kostenlos auf einen Wolkenkratzer wollte ist hier richtig. Bei der Gelegenheit sieht man auch, dass der größte Teil von Tokyo nicht so hoch bebaut ist.

Westseite

Auf der Westseite befinden sich alle großen Wolkenkratzer. Der beste Ort für einen Überblick ist das Gebäude der Stadtverwaltung. Dieses Neue Rathaus ist 243m hoch, das Design ist von Tange Kenzo. Im Gebäude 1 gibt es im 45ten Stock eine Aussichtsplattform (202m hoch), die täglich außer Mo von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist. Am Wochenende ist von 9 bis 19 Uhr offen. Von hier aus hat man an klaren Tagen einen fantastischen Rundblick auf Tokyo. Eintritt frei.

Rathaus in Shinjuku
Rathaus in Shinjuku. Mit dem kostenlosen Fahrstuhl kommt man an die Spitze.

Ostseite

Hier sind vor allem die vielen Einkaufspassagen und Kaufhäuser interessant. Abends lockt Kabuki-cho, das berühmteste Rotlicht- und Nachtviertel Tokyos.

Odaiba

Odaiba ist ein Vergnügungsviertel mit Ausstellungsgelände, Riesenrad und den Studios des Fuji TV Senders. Es ist auf einer Insel im Hafen und man fährt am besten mit der Yurikamome Monorail über eine Brücke hin. Ein guter Umsteigebahnhof ist Shinbashi.

Odaiba
Blick von Odaiba aus in Richtung Tokyo. Hinten erkennt man den Toyko Tower.