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Tokyo Bay Area

Verlässt man die Ginza und wendet sich zur Bucht von Tokyo, so kann man einiges erleben. Da ist zuerst einmal der Bauch der Stadt, der Tsukiji-Fischmarkt. Weiter südlich kommt man nach Shinbashi und dann nach Shiba mit seinem Park und dem Tokyo Tower.

Tsukiji Fischmarkt

Der Fischmarkt beginnt schon sehr früh am Morgen, wenn die Händler den frischen Fang verkaufen. Den Markt für Händler kann man zwar nicht sehen, aber es gibt auch so genug zu sehen. Wichtig ist, vor 8 Uhr dazusein und passendes Schuhwerk anzuhaben. Es ist möglich, in einem der vielen kleinen Läden gleich ein Sushi-Frühstück zu nehmen. Der Markt ist Sonn- und Feiertags geschlossen. U-Bahn Tsukiji.

Über den Tsukiji Fischmarkt

Der Tsukiji Fischmarkt rangiert an der Spitze der Fischmärkte der Welt. Über 400 Arten an Fisch und Meeresfrüchten werden hier gehandelt. Die Waren kommen aus 60 Ländern auf sechs Kontinenten. Täglich werden hier fünf Millionen Pfund Fisch umgeschlagen, das ist siebenmal mehr als der Rungis Markt in Paris, der zweitgrößte Markt der Welt. In Geldwert handelt es sich um 25 Millionen Euro an Fischen. Jeden Tag. Hier gibt es richtig guten Fisch und auch richtig teueren. Der goldbraune Seeschneckenkavier ist für gerade mal 500 Yen pro Pfund zu haben und der beste Thunfisch kostet zwischen 6 000 und 10 000 Yen oder mehr. 60 000 Menschen arbeiten hier und 32 000 Fahrzeuge sind im Einsatz um die Mengen zu bewegen. So ist Tsukiji mit seinen 210 000 m. so etwas wie eine kleine Stadt mitten in Tokyo. Hier kennen sich die Leute untereinander und arbeiten zusammen, um den frischen Fisch so schnell wie möglich auf den Tisch der Millionen Fischesser zu bekommen. Wie jede mura hat auch Tsukiji einen Shinto Schrein. Er wurde vor 350 Jahren gebaut. Der Priester hier betet auch für die toten Fische: “Wir haben vielen Menschen mit feinem Sushi eine Freude gemacht”, steht auf der Inschrift, “doch wir müssen auch die Seelen der Fische zufrieden stimmen.”

Shinbashi

In Shinbashi endeten früher die Züge. An der Stelle, an der die erste Eisenbahn in Betrieb genommen wurde, ist eine 0-Meilen Markierung (beim Shiodome-Güterbahnhof) und eine alte Dampflok zu sehen. Früher war Shinbashi ein Viertel der Geishas und des Handels, heute gibt es hier kleine Unternehmen, Märkte und preiswerte Kneipen. Südöstlich liegt der Hama-Rikyu Garten, den man mit einem Wasserbus erreichen kann, was interessanter ist als einfach zu laufen.

Shiba

In Shiba kann man das World Trade Center bewundern, bevor man weiter am Shiba-Dai-jinja Schrein zum Shiba-Park mit dem berühmten Zojoji Tempel geht. Der Zojo-ji Tempel wurde 1393 errichtet und gehört zur Jodo-Sekte. Er war ein Familientempel der Tokugawa und hatte die Aufgabe, den Südwesten Edos vor bösen Geistern zu schützen. Das wichtigste Gebäude ist das Sanmon (Eingangstor), von 1605 im Tang-Stil, das mit dem schwarzen Tor verbunden ist. Auch die Bibliothek mit ihren 18 000 Täfelchen aus Holz ist sehenswert.

Tokyo Tower

Tokyos Turm ist genau 333m hoch, doch leider eine Touristenfalle. Die untere Plattform (800¥) ist nur 150m hoch, die nächste (weitere 600¥) dann 250m. Die Attraktionen des Tower sind überteuert, es lohnt sich eher, den Turm aus einer gewissen Distanz zu fotografieren und es dabei zu belassen. Hinter dem Tower liegt der frühere Familientempel der Tokugawas. Selbst an Tokyos Geschichte gemessen mußte dieser Tempel viel erdulden. Zuletzt wurde er 1974 wiederaufgebaut. Es ist ein angenehmer Ort. Die Haupttore wurden 1605 geschaffen und gehören zu den wichtigen Kulturgütern Japans. Der Tempel hat eine große Sammlung von Jizo Statuen, dem Beschützer von Reisenden und den Seelen verstorbener Kinder. Atago-Schrein Geht man über U-Bahn Kamiyacho nach Norden, so kommt man zum Atago Schrein (Seishoji). Der Schrein ist auf einem Hügel und die steile Treppe mit ihren 86 Stufen ist dafür bekannt, daß immer wieder Reiter hinauf und herunter geritten sind. Der Schrein ist Homusubino-kami geweiht, dem Beschützer gegen das Feuer, aber trotzdem brannte er im 2. Weltkrieg ab. Auf dem Gelände gibt es auch noch einen Inari- und einen Benten-Schrein.