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Ueno
Ueno ist nicht trendy oder modern. Es ist ein Stadtteil, der zum Teil seinen alten Charme behalten hat. Hier finden sich noch eine Menge älterer Gebäude, einige von Japans wichtigsten Museen und der Park von Ueno, einer der beliebtesten Orte für hanami, das Betrachten der Kirschblüten im Frühling. Im Gegensatz zu “Tokyo Walks” startet meine Route beim JR Bahnhof Ueno.
Shitemachi History Museum
Südlich vom Park gelegen, zeigt es, wie das Leben früher in Tokyo war. Das Geschäft eines Händlers, ein Süßwarenladen, ein Kesselmacher und ein Wohnhaus sind zu besichtigen. Schuhe ausziehen nicht vergessen. Im Obergeschoß finden sich viele Gegenstände des täglichen Lebens eines Durchschnittsbürgers von Shitamachi. Viele davon kann man in die Hand nehmen und näher betrachten. Täglich außer Mo 9:30-16 Uhr, Eintritt 200¥.
Ueno koen
Ueno koen ist der erste öffentliche Park, den Tokyo bekam. 1868 siegte hier die Imperiale Armee gegen etwa zweitausend Tokugawa Loyalisten, die das Shogunat beibehalten wollten. 1873 wurde der Park eingeweiht. Rundgang durch den Park: Die Statue von Saigo Takamori, einem Samurai, der seinen Hund ausführt, ist etwas ungewöhnlich. Sie ist beim südlichen Eingang des Parks und ein beliebter Treffpunkt. Saigo Takamori war für die Meiji-Restauration, ein Held und endete sein Leben durch rituellen Selbstmord gegen die Restauration, nachdem diese die Rechte der militärischen Klasse abgeschafft hatte.
Benten Schrein
Der Benten-do liegt auf einer Insel im Shinobazu-Teich. Der Schrein ist Ausgangspunkt für die Pilgerroute zu den sieben Glücksgöttern. Nach Norden kommt man durch die Kirschblütenallee und kann durch die roten Torii den Hanazono-Inari-Schrein und den dahinterliegenden Gojo-Tenjin-Schrein besuchen.
Der Tosho-gu Schrein aus dem Jahr 1651 ist Tokugawa Ieyasu, dem Reichseiniger, gewidmet. Er ist täglich von 9 bis 17:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 100¥.
Tokyo National Museum
Nach Norden kommt man zum Nationalmuseum. Dieses Museum sollte man gesehen haben, wenn man nach Tokyo kommt. Es ist nicht nur Japans größtes Museum mit über 87 000 Ausstellungsstücken, es hat auch die größte Sammlung japanischer Kunst auf der ganzen Welt. Es kann nur ein Teil der Sammlung auf einmal gezeigt werden. Neben dem Brunnen vor dem Museum steht das Denkmal von Antonius Bauduin, einem holländischen Militärarzt, der der Regierung riet, den Ueno-Park anzulegen. Das Museum hat vier Galerien. Die Hauptgalerie ist die wichtigste. Sie liegt gerade hinter dem Eingang und beherbergt beeindruckende Artefakte von Schwertern, Skulpturen und Lackwaren bis hin zu Kalligraphie. Die Hyokeikan (links vom Kartenschalter) bietet archäologische Funde aus Japan. Es gibt einen Raum, der nur Artefakte der Ainu enthält. Die Galerie der Horyuji Schätze, die nur Donnerstags bei geeignetem Wetter offen ist, beherbergt Masken, Schriftrollen und anderes aus dem Horyuji Tempel in Nara. Da die Gegenstände älter als 1 000 Jahre sind, bleibt das Gebäude bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit geschlossen. Montag ist Ruhetag, ansonsten kann täglich von 9 bis 16 Uhr für 400¥ besichtigt werden.
National Science Museum
In diesem Museum kann man alles von der Plattentektonik bis zur Weltraumtechnologie finden. Manche Ausstellungsstücke sind auf Englisch beschrieben. Es gibt auch ein Englisches Heft für 300¥. Außer Montag ist es von 9 bis 16 Uhr geöffnet.
Tokyo Metropolitan Museum of Art
Hier finden sich ständig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Japanischer Kunst. Die Galerien zeigen sowohl Arbeiten westlicher als auch japanischer Kunst wie sumi-e (Zeichnungen) und ikebana (Blumen arrangieren). Der Eintritt zur Ausstellung variiert, doch für das Museum selbst muß man nicht zahlen. Außer Montags ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Yanaka
Geht man weiter nach Norden, so kommt man zum Kanei-ji Tempel und zum Yomyo-in. Der letzte ist für seine 15 000 Jizo bekannt, die seit 1850 dort aufgestellt wurden. Man besichtigt den Yanaka-Friedhof und kann die Tempel westlich davon besuchen.