Japan

Japan hat mich schon seit der Grundschule fasziniert. Im Lauf der Zeit konnte ich die Sprache lernen und mehrfach dort in Urlaub gehen. Mittlerweile beherrsche ich auch um die 1000 Schriftzeichen.

Reiseführer (veraltet)

Ich habe 1999 vor meiner ersten Reise einen kleinen Reiseführer für meine Freunde gebastelt, die mit mir unterwegs waren. Der wurde dann von mir ausgebaut und ist in der Version von 2004 auch noch als PDF (239k) zu haben. Eine Zeit lang gab es hier bei mir die Inhalte dann als Webseite. Meine Reisebeschreibungen habe ich mittlerweile entfernt und zeige euch dafür gute Quellen im Netz. Wer mehr Hintergrundinfo möchte dem empfehle ich »Gebrauchsanweisung für Japan von Andreas Neuenkirchen.

Reiseführer und Infos im Netz

Die »Reiseführer vom japanischen Fremdenverkehrsamt JNTO sind als PDFs verfügbar und von sehr guter Qualität.

Ich nutze sehr gern den »Japan Guide.

»Hyperdia ist eine Fehrplanauskunft für alle Bahnlinien. Man kann sie im Land oder vor der Reise zur Planung nutzen.

Allgemeine Tipps

Für den Nahnverkehr sollte man sich eine »IC Card holen. Damit spart man sehr viel Zeit und kauft nicht jede kurze Fahrt einzeln. Die Karten funktionieren in allen Ballungsräumen.

Wer größere Strecken fahren will sollte mit Hyperdia die Kosten ausrechnen und dann ggfs. einen »Railpass kaufen.

Unterwegs Internet zu haben empfand ich als äußerst praktisch. »eConnect liefert z. B. eine Sim-Karte in Postfilialen an Flughäfen.

Eine einfache Liste mit Japanisch für Unterwegs kann als Einstieg dienen wenn z. B. etwas gekauft oder nach dem Weg gefragt werden soll.

Meine Empfehlungen

Ich habe eine Reihe von Empfehlungen zusammengestellt, nachdem ich immer wieder gefragt werde was sich in Japan zu besichtigen lohnt.

Tokyo

Tokyo ist für alle die zum ersten Mal nach Japan kommen Teil des Pflichtprogramms. Hier gibt es überwiegend das moderne Japan zu bestaunen.

Ich empfehle den Kaiserpalast mit dem Grabensystem der alten Burg. Ueno ist wegen seiner Museen u. U. einen Abstecher wert. Der Park dort ist auch weitläufig. Akihabara ist Pflicht für Comic-Fans oder Liebhaber von Elektronik. In Asakusa gibt es einen berühmten Tempel, direkt davor eine lange Ladenstraße für Souvenirs und nur wenige Straßen weiter ein Viertel für Geschirr und Küchenausrüstung. Shibuya sollte man wegen der Jugendkultur besuchen. In Shinjuku ist das Rathaus Pflicht um auf einen Wolkenkratzer zu kommen. Odaiba bietet futuristische Architektur und das sehr interessante Zukunftsmuseum (Miraikan). Mein persönlicher Tipp ist der Tokyo-Tower, der Skytree soll eher eine Touristenfalle sein.

Kamakura

Kamakura ist ein Tagesauflug von Tokyo. Es gibt unzählige Tempel und den berühmten bronzenen Buddha, der beim Hase-dera Freien sitzt.

Ich empfehle sehr, einen Abstecher zur Insel Enoshima zu machen. Man kann mit der Enoden-Linie in weniger als 20 Minuten dort sein, und ein Besuch lohnt sich. Auf der bewaldeten Insel ist ein Schrein der nackten Benten, der Göttin des Glücks, der Liebe und der Schönheit. Vom Bahnhof läuft man über eine lange Brücke auf die Insel. Auf der Insel führt ein Weg den Hügel hoch. Es ist praktisch unmöglich sich zu verlaufen. Unterwegs kann man ein paar Häuser und ein paar Klippen bewundern. Von den Klippen haben sich schon einige Selbstmörder herunter gestürtzt. Außer dem Benten-Schrein kann man oben noch einen Schrein für einen Meeresdrachen sehen. Es gibt einen Spalt im Fels durch den man ihn hören kann. Was man wirklich hört ist die Brandung des Meeres, die unter der Insel in einer Höhle hallt. Am Gipfel der Insel ist eine Aussichtsplattform.

Sehr empfehlenswert ist auch von der Brücke aus ein Stück um die Insel zu laufen. Auf den Felsen sollte man aufpassen, sie sind zum Teil scharfkantig. Man kommt so weit, dass man die Höhle sehen kann, aus der am Schrein die Geräusche zu hören sind.

Nikko

Nikko ist eine Tempelstadt in den Bergen. Es ist erholsam dort zu wandern und man kann sogar wilde Affen sehen. Berühmt ist der Tosho-gu mit der Schnitzerei der drei Affen, die nichts Böses hören, nicht nachahmen und nicht verbreiten. Das JNTO hat eine gute Beschreibung für einen Ausflug.

Kyoto

In Kyoto empfehle ich den Kiyomizu-dera, einen Spaziergang durch alte Gassen, einen Spaziergang durch das Viertel mit den Geishas, den goldenen Tempel und einen Ausflug nach Arashiyama mit seinen Bambuswäldern. Sehr ausführlich ist alles beim Japan Guide und dem JNTO beschrieben.

Nicht weit weg von Kyoto im Süden ist der Fushimi-Inari mit hunderten von roten Torbögen. Der Fushimi Schrein ist ein Fuchsschrein, wie man am Eingang leicht an den Füchsen links und rechts sehen kann, die alles bewachen sollen. Fuchsschreine sind Fruchtbarkeitsschreine und werden für gute Ernten besucht. Es gibt unzählige davon über das ganze Land verteilt. Der Fushimi Schrein ist der Hauptschrein und berühmt für seine hunderte von Toren, durch die man den Berg hoch läuft. Auf den Toren steht immer, wann sie gespendet wurden und wer sie finanziert hat. Von der Bergspitze und von unterwegs hat man zwischendurch sehr gute Ausblicke auf das Umland. Man benötigt nur normale Schuhe, der Weg ist gepflastert und mit Steintreppen angelegt. Man fährt von Kyoto aus mit der JR Nara Line bis zum Bahnhof Inari.

Uji ist ebenfalls ein Vorort von Kyoto und berühmt für seinen Teeanbau. Ich empfehle den Byodo-in zu besichtigen. Der Tempel ist auf jeder 10-Yen Münze. Er ist in Form eines Kranichs angelegt und spiegelt sich in einem künstlichen See (falls kein Wind weht). Man kann etwas durch die kleine Stadt schlendern und sehr guten grünen Tee kaufen. Ich rate zu vakuumverpacktem Tee, der bleibt länger frisch. Es gibt viele Gerichte mit Tee, z.B. Teesüßigkeiten oder grüne Nudeln, von denen man ruhig probieren sollte. Man fährt von Kyoto aus mit der JR Nara Line bis zum Bahnhof Uji.

Noch eine Empfehlung: Wenn man schon mal da ist sollte man zwei Gerichte probieren. Das eine sind traditionelle Speisen, kaiseki ryori, die ohne Fleisch zubereitet werden. Das andere ist Okonomiyaki, eine Art dicker Pfannkuchen in den alles rein darf, was schmeckt. Okonomiyaki gibt es mit Tintenfisch, Speck, Eiern, Hühnchen und vielem mehr. Der Teig wird fertig angerührt serviert und auf einer heißen Platte in der Tischmitte gebacken. Nach dem Wenden wird der Pfannkuchen je nach Geschmack mit einer dunklen Soße, Mayonaise, Seetang und Fischflocken bestreut und dann gegessen.

Und gleich noch ein Tip zum Geldsparen. Wenn man viel mit dem Bus fährt lohnt sich oft die Tageskarte, alternativ eine Streifenkarte. Ist man in einer kleinen Gruppe kann man auch gut mit dem Taxi von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fahren. Taxis sind nicht so teuer und auf eine Gruppe verteilt oft billiger als der Bus.

Nara

Nara liegt südlich von Kyoto und bietet in einer sehr entspannten Atmosphäre Tempelanlagen und Wanderungen. Dort laufen viele kleine Hirsche frei herum. Meist sieht man sich Nara in einem Tagesausflug an. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind im Nara Park.

Nara wird beim JNTO sehr gut beschrieben. Mir gefiehl die Runde durch den Park mit den vielen Bronzelaternen beim Kasuga-taisha und der große Buddha im Todai-ji sehr gut.